RISE - Reintegration into Society through Education and Learning

Die Partnerschaft ermittelt gelingende Beispiele einer sozialen Beteiligung und Bildungsintegration bei der Zielgruppe der Inhaftierten. Experten und Mitarbeitende von Strafvollzugsanstalten sowie Anbieter von Bildungsmaßnahmen in Anstalten tauschen sich über Möglichkeiten aus, den Übergang von der Haft zurück in die Gesellschaft zu fördern. Der Fokus liegt auf Bildungsansätzen, welche die Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit und ein lebenslanges Lernen der Straffälligen unterstützen. Unterschiedliche Modelle der Vernetzung zwischen dem „drinnen“ und „draußen“ werden betrachtet.  

Die Partnerschaft wendet einen ganzheitlichen Ansatz an. Sie geht davon aus, dass die soziale Reintegration von Straffälligen an dem Tag der Inhaftierung beginnt und mit der Entlassung nicht abgeschlossen ist. Die Bildungsarbeit in Haftanstalten ist ein Weg zu einer erfolgreichen Reintegration neben anderen, wie Arbeit und Weiterbildung, Familie, Wohnsituation und (Drogen)therapie. Diese Wege sind eng miteinander verbunden und müssen in einer sinnvollen Art und Weise aufeinander abgestimmt sein. Dies erfordert die Zusammenarbeit aller involvierten Akteure und Institutionen.  

Ziel der Kooperation ist die Formulierung von Handlungsempfehlungen und die Entwicklung eines Modells, wie die soziale Teilhabe von erwachsenen Inhaftierten durch einen verbesserten Übergang von den Haftanstalten in die Gesellschaft ermöglicht werden kann. Die Ergebnisse werden innerhalb europäischer und nationaler Netzwerke kommuniziert.  

Die Lernpartnerschaft beginnt mit der Systematisierung existierender Zugangs- und Übergangsmodelle sowie der Spezifizierung der Bedürfnisse der teilnehmenden Justizvollzugsanstalten. Beispiele gelingender Übergänge werden identifiziert und die Übertragbarkeit der Ansätze, Instrumentarien und Hilfsmittel eingeschätzt.

Weitere Informationen bei Sabine Teichreb M.A., Tel.: 06131/39-26938,