unternehmensWert:Mensch

Seit dem 01. August 2015 hat das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemeinsam mit der Hochschule Mainz seine Arbeit als Erstberatungsstelle für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) im Rahmen des Bundesförderprogramms "unternehmensWert:Mensch" aufgenommen.

KMU mit weniger als 250 Beschäftigten können ab sofort - nach Prüfung der Teilnahmebedingungen und einem Erstberatungsgespräch - einen Gutschein erhalten, mit dem (je nach Unternehmensgröße) 50-80% der Kosten einer professionellen Unternehmensberatung durch für das Programm autorisierte Prozessberaterinnen und -berater erstattet bekommen.

Nach einer erfolgreichen zweijährigen Modellphase unterstützt das Beratungsprogramm unternehmensWert:Mensch KMU in der aktuellen Projektphase deutschlandweit bei der Entwicklung und Umsetzung moderner, mitarbeiterorientierter Personalstrategien.
Das Programm zielt darauf ab, KMU für zukünftige Herausforderungen zu sensibilisieren und auf die Veränderungen der Arbeits- und Produktionswelt sowie den demografischen Wandel angemessen und eigenständig zu reagieren. Weitere Ziele in diesem Zusammenhang sind die Etablierung einer Unternehmenskultur, die Fachkräftegewinnung und -bindung möglich macht sowie die Gestaltung von Arbeits- und Produktionsbedingungen die Motivation, Gesundheit und Innovation fördern.

Dazu wird in einem ersten Schritt in der Erstberatungsstelle der Status quo der Unternehmen in vier Handlungsfeldern analysiert:

  • Personalführung
  • Chancengleichheit & Diversity
  • Gesundheit
  • Wissen & Kompetenz

Im zweiten Schritt der Prozessberatung erarbeiten dann die Prozessberater/innen - je nach dem Bedarf der jeweiligen Unternehmen mit anderer Gewichtung - gemeinsam mit der Unternehmensführung und den Beschäftigten maßgeschneiderte Konzepte und Maßnahmen in den vier Feldern.

Sechs Monate nach Abschluss der Prozessberatung erfolgt ein Ergebnisgespräch in der Erstberatungsstelle, bei der Unternehmensführung und Mitarbeitervertretung die erfolgten Maßnahmen resümieren.

unternehmenswert:Mensch wird finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Das Programm baut auf dem Expertenwissen der Initiative Neue Qualität der Arbeit auf und steht im Kontext der Fachkräfte-Offensive der Bundesregierung.

Im September 2017 wurde unternehmenswert:Mensch um den Baustein unternehmensWert:Mensch plus erweitert. In diesem können Beratungen gefördert werden, die personalpolitische und arbeitsorganisatorische Innovationsprozesse unterstützen, die im Zusammenhang mit konkreten digitalen Veränderungen im Betrieb stehen.

Für Unternehmen in Rheinland-Pfalz gibt es insgesamt vier Erstberatungsstellen als Anlaufstellen für das Programm. Die regionale Zuständigkeit der Erstberatungseinrichtungen ergibt sich aus dem Sitz des Unternehmens.

Landkreise und kreisfreie Städte

Zuständigkeit

Ahrweiler, Altenkirchen, Alzey-Worms, Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz, Mainz-Bingen, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn, Westerwald

Erstberatungsstellen der und der

Bad Dürkheim, Birkenfeld, Donnersberg, Frankenthal, Germersheim, Kaiserslautern (Kreis und Stadt), Kusel, Landau, Ludwigshafen, Neustadt, Pirmasens, Rhein-Pfalz, Speyer, Südliche Weinstraße, Südwestpfalz, Worms, Zweibrücken

Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Trier, Trier-Saarburg, Cochem-Zell, Vulkaneifel/ Daun