Fachweiterbildung für Onkologische Pflege

In Kooperation mit der Universitätsmedizin Mainz (UM) sowie dem Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT)

Die Fachweiterbildung für Onkologische Pflege richtet sich an Pflegefachpersonen, die im Bereich der onkologischen Pflege tätig sind. Sie soll Pflegefachpersonen dazu befähigen, krebskranke Menschen aller Altersstufen und mit unterschiedlichen Krankheitsbildern professionell, umfassend und ganzheitlich zu begleiten, zu beraten und zu pflegen. Dabei sollen die körperlichen, sozialen und seelischen Bedürfnisse sowie die individuellen Interessen der Betroffenen in allen Krankheitsphasen berücksichtigt werden. Aktuelle pflegewissenschaftliche Erkenntnisse werden kontinuierlich in die Weiterbildung integriert.

Dabei stehen nicht nur die pflegepraktischen Gesichtspunkte im Mittelpunkt. Es geht um eine ganzheitliche Betrachtung und Herangehensweise im Umgang mit krebskranken Menschen und deren Bezugspersonen. Dabei werden auch die spezifischen Belastungen des Arbeitsfeldes beleuchtet und Strategien zur Selbstfürsorge entwickelt.

Die Fachweiterbildung bezieht sich auf die Vorgaben der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, die sich in einer pflegefachlichen Expertengruppe mit den Handlungskompetenzen zukünftiger Fachpflegepersonen beschäftigt hat. Die Vorgaben wurden innerhalb der Universitätsmedizin Mainz mit Expert*innen sowie unseren Lehrenden der Weiterbildung begutachtet und um spezifische Inhalte und Methoden ergänzt, um dem besonderen Bedarf onkologischer Fachpflegepersonen gerecht zu werden.

Die „Fachweiterbildung für Onkologische Pflege" wird entsprechend der Weiterbildungsordnung der Landespflegekammer RLP, insbes. der 8. Rahmenvorgabe vom 01.07.2025, durchgeführt. Es gelten die Teilnahmebedingungen des ZWW.

Jetzt bewerben für Zyklus 5 (2027-2028)!

Hier geht’s zur Anmeldung:
Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpfleger*in für die Pflege in der Onkologie Zyklus 5

Inhalte der Weiterbildung

Die Module der theoretischen Weiterbildung umfassen mind. 720 Unterrichtsstunden (Zeiteinheit 45 Minuten). Alle Module werden mit einer Modulprüfung abgeschlossen, die je nach Modul in unterschiedlicher Form durchgeführt und bewertet wird.

Die praktische Weiterbildung umfasst mind. 1.900 Stunden Praxis (Zeiteinheit 60 Minuten) in praktischen Einsatzbereichen; davon:

  • 600 Stunden in mind. zwei verschiedenen Pflegebereichen, in denen die onkologisch erkrankten Menschen eine Systemtherapie in Form von Zytostatika, Immuntherapie, Antikörper etc. erhalten und/oder eine Stammzelltherapie (SZT) durchgeführt wird (Mindestdauer der Einsatzzeit: 4 Wochen)
  • 500 Stunden in mind. zwei verschiedenen Pflegebereichen, in denen onkologisch erkrankten Menschen eine operative Therapie erhalten (Mindestdauer der Einsatzzeit: 4 Wochen)
  • 280 Stunden in einem Pflegebereich, in dem onkologisch erkrankte Menschen betreut werden, die eine Strahlentherapie erhalten. Darüber hinaus soll den Weiterbildungsteilnehmenden ein Einblick in die direkte Durchführung der Bestrahlung gewährt werden
  • 250 Stunden im Palliative Care Bereich, dazu zählen Palliativstation, Hospiz und SAPV-Team (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung)
  • 270 Stunden in mind. zwei verschiedenen Einsätzen in einem Wahlpflichtbereich, der in die Betreuung, Versorgung und Unterstützung von onkologisch erkrankten Menschen einbezogen werden kann. Hierzu gehören beispielsweise:
    • pädiatrische Onkologie
    • onkologische Nachsorgezentren oder Rehabilitation
    • onkologische Beratungsstellen oder Patienteninformationszentren
    • Wundmanagement/Stomatherapie
    • Psychoonkologie
    • Ernährungsberatung
    • Schmerzmanagement
    • OP
    • Einrichtungen der onkologischen Nachsorge
    • Ambulante Pflegedienste mit einem Schwerpunkt in der Betreuung onkologisch erkrankter Menschen
    • Einrichtungen der Langzeitpflege, in denen eine größere Anzahl onkologisch erkrankter Menschen leben

 

Modulverantwortliche

In der Fachweiterbildung lehren insgesamt über 60 Expertinnen und Experten aus der UM, der JGU sowie weitere Externe. An dieser Stelle stellen sich aus Platzgründen nur die Modulverantwortlichen vor.

Anja Hofmann (Verantwortlich für B1, B2, Onko S1 und Onko S3)

  • Leitung der Fachweiterbildung für onkologische Pflege
  • Gesundheits- und Krankenpflegerin für Onkologie, Palliative Care
  • Mehrjährige Berufserfahrung im Kompetenzteam onkologische Pflege und Beratung, Katholisches Klinikum Mainz
  • Mehrjährige Berufserfahrung in der Stammzelltransplantation, Universitätsmedizin Mainz
  • Praxisanleiterin
  • QMF
  • B.Sc. Gesundheit und Pflege Schwerpunkt Pädagogik
  • M.A. Pädagogik in Gesundheit und Pflege
  • Mitglied in der KOK und der BAGL

Reinhard Wieck (Verantwortlich für Onko S2 und Onko S4)

  • Modulverantwortlicher und Koordinator der praktischen Fachweiterbildung für onkologische Pflege
  • Fachkrankenpfleger Pflege in der Onkologie & Palliative Care, QMF
  • Koordinierende onkologische Fachpflegekraft der Universitätsmedizin Mainz
  • Praxisanleiter, Durchführung von Pflegevisiten
  • Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen: BAGL, AG-Zert (KOK/DKG), AG onkologische Pflege (CCC, DKH)

Michaela Hach (Verantwortlich für Onko S5)

  • Krankenpflegeexamen, langjährige Erfahrung und zahlreiche Fortbildungen in der Palliativmedizin
  • Geschäftsführerin des Fachverbandes SAPV Hessen e.V., der Dachorganisation aller SAPV Teams für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Hessen
  • zertifizierte Case Managerin (DGCC) in der Palliativversorgung, Palliative Care, Pflegerische Leitung
  • zertifizierte Pflegeberaterin und Reorganisatorin von Palliative Care Teams
  • Expertin für die Implementierung von Qualitätssicherungssystemen in der SAPV
  • freiberufliche Referentin und Dozentin u.a. im Referat Zentrale Fortbildung des Hessischen Ministerium des Innern und für Sport
  • Autorin und Forscherin zu verschiedenen Themengebieten in Palliative Care
  • Publikation: Gaspar. M./Hach M./Kern M. (2023): Palliative Care. Kernkompetenzen für die Pflegepraxis, Stuttgart: Thieme.

Gebühren

Auf Anfrage

Dauer

2 Jahre (Regelzeit)

Bewerbung

Bitte bewerben Sie sich bis zum 09. Oktober 2026 mit folgenden Unterlagen:

  • Anschreiben/Motivationsschreiben, Lebenslauf & Passbild
  • Examenszeugnis
  • Erlaubnisurkunde zum Führen der Berufsbezeichnung
  • Tätigkeitsnachweis/e (Beurteilung oder Bescheinigung vom Arbeitgeber: Hier reicht eine kurze schriftliche Bestätigung zu Ihrer Tätigkeit.)
  • Die E-Mail-Adresse Ihres Arbeitgebers, an die der Gebührenbescheid versandt werden kann.
  • Mitgliednummer der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz (für alle Bewerber*innen, die in Rheinland-Pfalz arbeiten)

Voraussetzung

Abgeschlossene Ausbildung

  • zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger*in
  • zum/zur Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in
  • zum/zur Altenpfleger*in
  • zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann

und

  • ein Jahr Berufserfahrung nach der grundständigen Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder generalistischen Pflegeausbildung; davon mindestens ein halbes Jahr fachspezifische Erfahrung in einem Pflegebereich, in dem onkologisch erkrankte Menschen betreut werden oder
  • zwei Jahre Berufserfahrung nach der grundständigen Ausbildung in der Altenpflege, davon mindestens ein Jahr fachspezifische Erfahrung in einem Pflegebereich, in dem onkologisch erkrankte Menschen betreut werden

Abschlussmöglichkeiten

Master of Advanced Studies (MAS), DQR Niveau 6
Mit dem Abschluss erhalten die Absolventinnen und Absolventen Fortbildungspunkte im Sinne der FBO der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Die Weiterbildung endet mit einer praktischen, einer schriftlichen und einer mündlichen Abschlussprüfung über alle Kursinhalte.

Presseveröffentlichung

"Digitaler Wandel in der medizinischen Weiterbildung" in: JGU Magazin vom 15.08.2023

Mind of Mainz: Natascha Heiduczek – Absolventin der Fachweiterbildung Pflege in der Onkologie

Mit Fachwissen und Fachgefühl. Pflege bei Krebserkrankungen“ in: Pflegekammer. Das Magazin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz Nr. 40 (Quartal 3, Juli 2025), S. 14-19

Perspektive Weiterbildung an der Universität Mainz“ in: hoch&weit


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