Brückenmaßnahme Bildung und Beratung (B3)


Verabschiedung der B3-Absolventinnen durch Frauenministerin Anne Spiegel im Mai 2020 ©MFFJIV


Bewerbungen für die kommende Brückenmaßnahme (Start am 19. August 2020) werden
bis 17. Juli 2020 angenommen.


Mit dem Projekt „Brückenmaßnahme Bildung und Beratung (B3)“ qualifiziert das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung zugewanderte Akademikerinnen, die in ihrem Heimatland Geistes- oder Sozialwissenschaften studiert haben und ihren Beruf in Deutschland nicht ausüben können. Innerhalb eines Jahres werden sie darauf vorbereitet, als Beraterinnen im Bereich Bildung und Soziales tätig zu sein.

Die Brückenmaßnahme Bildung und Beratung (B3) wird vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz gefördert. Kooperationspartner sind die Agentur für Arbeit Mainz, das Jobcenter Mainz, das Jobcenter der Kreisverwaltung Mainz-Bingen sowie das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz.

Seit 2018 wurden durch das Projekt „Brückenmaßnahme Bildung und Beratung (B3)“ insgesamt 35 zugewanderte Lehrerinnen, Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen am Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung zu Bildungsberaterinnen ausgebildet und auf ihrem Weg in die qualifizierte Berufstätigkeit in Rheinland-Pfalz unterstützt.

Ab 2020 wird die „Brückenmaßnahme Bildung und Beratung (B3)“ auch an der Universität Koblenz/Landau angeboten. Weitere Informationen zum Projekt am Standort Koblenz bietet folgende Website: https://www.uni-koblenz-landau.de/de/women-welcome-week/brueckekoblenz

Die Inhalte der Qualifizierung

  • Kontaktstudium „Bildungsberatung und Kompetenzentwicklung"
  • Deutsch-Intensivkurs mit dem Ziel des Erreichens der Niveaustufe C1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER)
  • Vermittlung eines Hospitations- oder Praktikumsplatzes im Bereich Bildung, Beratung und Soziale Arbeit
  • Individuelle Begleitung und Berufscoaching
  • Familienfreundliche Kurszeiten am Vormittag und außerhalb der Schulferien

Das Qualifizierungsangebot umfasst einen Zeitraum von 12 Monaten und ist
für die Teilnehmerinnen kostenfrei.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Die Teilnehmerinnen haben Interesse an dem Berufsfeld der Beratung im Bereich Bildung und Soziales.
  • Sie haben im Ausland Pädagogik, Erziehungswissenschaften, Soziologie, Sozialarbeit, Psychologie oder ein anderes Fach der Geistes- oder Sozialwissenschaften studiert oder als Lehrerin gearbeitet.
  • Die Teilnehmerinnen waren beruflich oder ehrenamtlich im Bereich Bildung, Beratung oder Soziale Arbeit tätig.
  • Sie sprechen Deutsch auf dem Niveau B2 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER).
  • Sie sind derzeit nicht berufstätig oder nicht in ihrem eigentlichen Beruf beschäftigt.
  • Sie wohnen in Mainz oder im Mainzer Umland in Rheinland-Pfalz.

Ablauf und Inhalt

Programmlaufzeit

Von August 2020 bis Juli 2021

Unterrichtsort

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Qualifizierungselemente

Intensivkurs Deutsch | Abschlussziel Niveaustufe C1, GER

Dauer: August 2020 bis April 2021

Weiterbildung „Bildungsberatung und Kompetenzentwicklung"

Dauer: November 2020 bis März 2021

Praktikum oder Hospitation

Dauer: Individuell im Zeitraum von Mai bis Juli 2021

Berufscoaching

Individuelle Begleitung und Beratung

Über die gesamte Programmlaufzeit von August 2020 bis Juli 2021

Bisherige Erfahrungen und weitere Standorte

In Zusammenarbeit mit dem Mainzer Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) wird die Brückenmaßnahme Bildung und Beratung (B3) an folgenden Standorten angeboten:

  • VHS Freiburg (seit 2015)
  • VHS Mannheim (seit 2017)
  • VHS Stuttgart (seit 2017)
  • Universität Koblenz (ab 2020)

Ziel des Projektes

Viele qualifizierte Frauen mit Migrationshintergrund, die in ihrem Heimatland studiert oder einen akademischen Abschluss erworben haben, können in Deutschland nicht qualifikationsadäquat arbeiten. Häufig kann ihr ausländischer Berufsabschluss nicht anerkannt werden oder es fällt ihnen schwer, sich selbstständig auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu orientieren. Somit liegt großes Potenzial brach, denn die beruflichen, interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen dieser Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt von großem Wert.

Die bereits vorhandenen Kompetenzen der Frauen aus vorherigen Ausbildungen, Erfahrungen und Tätigkeiten werden systematisch erhoben und als Grundlage für ihre Weiterbildung und Berufsorientierung genutzt. Die Teilnehmerinnen der Maßnahme werden für die Arbeit als Beraterinnen im pädagogischen, psychologischen oder sozialen Bereich qualifiziert. Mögliche Tätigkeitsfelder liegen beispielsweise bei Trägern der Wohlfahrtspflege, Wohnheimen für Geflüchtete, Schulen oder in der Erwachsenenbildung.