Lehrbeauftragte

Dr. Jörn Thielmann

ist Islamwissenschaftler und Geschäftsführer des Erlanger Zentrums für Islam und Recht in Europa (EZIRE) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er hat Orientalische Philologie, Semitistik, Islamwissenschaften, Philosophie und Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Ruhr-Universität Bochum studiert. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Ethnologie des Islam, Islamisches Recht, zeitgenössischer und politischer Islam, Theorien und Methoden der Islamwissenschaften und Islam in Deutschland.

Seit meiner Mainzer Zeit bin ich gerne im ZWW in den Bereichen „Migration und Gesellschaft“ (früher EUROMIR) und Studieren 50 plus aktiv, weil mir die Weitergabe von universitärem Wissen in die Allgemeinheit und Praxis wichtig ist. Die Erfahrungen und das Wissen der Teilnehmenden sind zudem für meine eigene Arbeit eine große Bereicherung.

Dr. Caroline Schmitt, Dipl. Päd.

ist Vertretungsprofessorin für Sozialpädagogik an der Universität in Trier. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Migration und Flucht, Diversity; Inklusion, Interkulturelle Öffnung; Ausgrenzung, Rassismus, Othering und Inter- und transnationale Pädagogik. Als Referentin in der Weiterbildung setzt sie sich für eine Verzahnung von Wissenschaft und Praxis ein. Im Kontaktstudium „Migration und Gesellschaft“ bietet Frau Schmitt Seminare zu Ihren Schwerpunktthemen an und nimmt zugleich die Abschlussprüfung als universitäre Prüferin ab.

Ich bin bei „Migration und Gesellschaft“ dabei, weil der Austausch zwischen Akteur_innen aus vielfältigen Feldern eine Bereicherung und wichtige Bewegung hin zu gesellschaftlichen Öffnungsprozessen in der Migrationsgesellschaft ist.

Dr. Donya A. Gilan

ist Psychologin und wissenschaftliche Leiterin der Geschäftsstelle des Deutschen Resilienz Zentrums (DRZ) in Mainz. Sie beschäftigt sich mit der psychologischen Anpassungsfähigkeit des Menschen. Zu ihren Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten gehören der Themenkomplex Akkulturation-Migration-Integration, kulturvergleichende Emotionsforschung sowie die Entwicklung und Durchführung von Programmen zur Resilienzförderung. An der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz ist sie schwerpunktmäßig im Bereich der Transkulturellen Psychotherapie tätig. An der Goethe-Universität Frankfurt am Main in der Abteilung „Differentielle Psychologie & Diagnostik“ beschäftigt sie sich mit der Emotionsregulation im Laufe des Akkulturationsprozesses. 2014 verfasste sie an der Fakultät für Psychologie der Goethe-Universität zum Thema Wandel von Display Rules im Akkulturationsprozess eine kulturpsychologische Analyse und promovierte zum Dr. phil. Sie ist Dozentin im Kontaktstudium „Migration & Gesellschaft“ der Johannes-Gutenberg Universität Mainz und als Beraterin zu den Themenkomplexen Psychische Gesundheit, Resilienz sowie Zuwanderung und Integration tätig.

Immanuel Kant hat vor dem historischen Hintergrund der Französischen Revolution zur Wirtbarkeit in der Fremde in seinem dritten Definitivartikel „Zum ewigen Frieden“ das Folgende geschrieben: „Das Weltbürgerrecht soll auf Bedingungen der allgemeinen Hospitalität eingeschränkt sein. Es ist hier wie in den vorigen Artikeln, nicht von Philanthropie, sondern von Recht die Rede, und da bedeutet Hospitalität (Wirtbarkeit) das Recht eines Fremdlings, seine Ankunft auf dem Boden eines anderen wegen, von diesem nicht feindselig behandelt zu werden. Dieser kann ihn abweisen, wenn es ohne seinen Untergang geschehen kann; solange er aber auf seinem Platz sich friedlich verhält, ihm nicht feindlich begegnen. Es ist kein Gastrecht, worauf dieser Anspruch machen kann (wozu ein besonderer wohltätiger Vertrag erfordert werden würde, ihn auf eine gewisse Zeit zum Hausgenossen zu machen) sondern ein Besuchsrecht, welches allen Menschen zusteht, sich zur Gesellschaft anzubieten, vermöge des Rechts des gemeinschaftlichen Besitzes der Oberfläche der Erde, auf der, als Kugelfläche, sie sich nicht ins unendliche zerstreuen können, sondern endlich sich doch nebeneinander dulden müssen, ursprünglich aber niemand an einem Ort der Erde zu sein mehr Recht hat als der Andere“ (Kant, 1964, zitiert nach Novikov, 2006, S.191).

Krishna-Sara Helmle

ist Trainerin und Übersetzerin für Leichte Sprache. Ihr Studium hat sie in Franko-Romanistik und Germanistik an der Universität Mannheim absolviert mit einem anschließend deutsch-französischer Master „Internationale Wirtschaftsbeziehungen“ am Frankreichzentrum der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Université Paris-Est Créteil Val de Marne. Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden Seminare für Leichte und Einfache Sprache, Übersetzen von Texten von ‚schwierig in einfach‘ und Beratung zu barrierefreier Kommunikation. Außerdem ist sie als Trainerin für diskriminierungskritische bzw. interkulturelle Öffnung tätig.

„Leichte Sprache ist die Essenz der Information. Es macht mir immer wieder Freude zu erleben, wie Teilnehmende diese Essenz im Seminar entdecken und sie mit in ihren Alltag nehmen können.“

Dipl.-Soz.Päd. Samy Charchira

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Studiengangs „Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft“ des Instituts für islamische Theologie an der Universität Osnabrück und Sachverständiger für muslimische Wohlfahrtspflege, u. a. bei der Deutschen Islamkonferenz. Er ist Experte für Radikalisierungsprävention und stellvertretender Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus. Herr Charchira beschäftigt sich seit Jahren mit Fragen der Migration und Integration, insbesondere aus der Maghreb-Region.

Was unsere Gesellschaft am dringendsten braucht, ist eine gemeinsame Identität. Am besten erreichen wir diese, wenn wir gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und Zugangsbarrieren abbauen.

Iris Zoe Thimm-Netenjakob

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Uni Mainz und Ansprechpartnerin rund um das weiterbildende Studium „Migration und Gesellschaft“.
Sie ist in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen und durch ihre langjährige Tätigkeit als interkulturelle Trainerin Expertin für kulturelle Diversität. Im ZWW ist sie für internationale Angelegenheiten, EU-Projekte und die Weiterbildungsangebot „Train the Trainer“ und „Train the Trainer interkulturell“ zuständig.

Der Bereich Migration und Gesellschaft liegt mir am Herzen, da Gesellschaften und Kulturen sich ständig verändern, besonders in der heutigen Zeit. Bei der Arbeit um gegenseitiges Verständnis und Zusammenwachsen möchten wir durch das Weiterbildungsangebot unterstützen und zu einem wissenschaftlich fundierten, reflektierten und praxisnahen Austausch beitragen.

Sonja Lux

ist ausgebildete Integrationslehrkraft und wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZWW und Programmleiterin für Lehrkräftefortbildungen, insbesondere den Bereich Deutsch als Zweitsprache. Sie arbeitet außerdem als Dozentin in den Themenbereichen Fachdidaktik DaZ, allgemein Didaktik und Methodik in der Erwachsenenbildung, Integration und Beratung.

Das CAS Migration und Gesellschaft bringt Menschen zusammen, die an dem bunten Deutschland mitarbeiten, in dem ich gerne leben möchte.

Sarah Bast

Bildungsreferentin im Frauenzentrum Mainz und Anti-Bias-Multiplikatorin

Dr. Stefanie Kirchhart

Dr. phil., Diplom-Pädagogin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Geschäftsführung MädchenHaus Mainz FEMMA e.V. und freiberuflich in der Erwachsenenbildung in den Themenfeldern interkulturelle Kompentenz, psychische Erkrankungen und Personalführung sowie Supervision tätig.

Ein Satz? Der Reiz der Erwachsenenbildung liegt für mich in der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die tägliche praktische Tätigkeit